Desensibilisierung

Desensibilisierungslösung

Die "atopische Dermatitis" (Umweltallergie) ist eine der häufigsten Hauterkrankungen bei Hund und Katze und oftmals kann die symptomatische Therapie aufwändig und nur bedingt erfolgreich oder mit diversen Nebenwirkungen verbunden sein. Neben der Option, die Symptome medikamentell zu unterdrücken, existiert die Desensibilisierung (oder auch Hyposensibilisierung) als einzig ursächliche Therapie. Auch wenn diese mindestens 12 Monate durchgeführt werden sollte, bevor die Wirkung schlussendlich beurteilt wird, zeigt sich meist schon nach einigen Monaten oder selten sogar nur Wochen eine Besserung. Eine kürzere Anwendung führt unter Umständen zu falsch negativen oder positiven Ergebnissen. Ca. 25 % der Hunde sprechen so gut darauf an, dass keinerlei weitere Medikation notwendig ist. Weitere 50% brauchen zusätzlich leichte symptomatische Therapie, aber in deutlich geringerer Dosierung als ohne Desensibilisierung. Es besteht eine 75% Chance, dass Prednisolon (Kortison) auf Dauer nicht mehr systemisch eingesetzt werden muss.

Falls bereits bekannt ist, dass der Patient eine Umweltallergie hat (Ausschluss einer Insekten- oder Futtermittelallergie vorausgesetzt)  kann entsprechend der Ergebnissen eines vorangegangenen Allergietests (Intrakutantest oder Serumallergietest) eine Desensibilisierungslösung hergestellt werden, die anschließend in an den Einzelpatienten angepassten Intervallen gespritzt wird. Falls nicht anders gewünscht übernehmen wir hierbei die Auswahl, Bestellung und erste Aufdosierung der Allergene im Verfahren einer Rushimmuntherapie damit die weitere langfristige Therapie anschließend bequem beim Haustierarzt stattfinden kann.

RushImmuntherapie

Aufziehen der Desensibilisierungslösung

Man unterscheidet bei der Hypo- oder Desensibilisierung verschiedene Interventionsansätze. Oftmals wird ein konventionelles Therapieschema verwendet, bei dem über Monate hinweg die Desensibilisierungsdosis langsam gesteigert wird. Entsprechend der Studienergebnisse aus Human- und Veterinärmedizin besteht jedoch auch die Möglichkeit diese "Aufdosierung" anstatt über Monate hinweg an einem einzigen Tag und (bei Überwachung durch einen Experten) ohne Erhöhung des Risikos von allergischen Reaktionen vor Ort nach einem spezifischen und strikten Dosisplan in der Klinik durchzuführen. Hiermit erhofft man sich einen schnelleren Wirkeintritt der Desensibilisierung im Vergleich zum konventionellen Therapieansatz.

Intralymphatische Desensibilisierung

Neben der konventionellen subkutanen Applikationsroute (Spritzen unter die Haut), besteht auch die Möglichkeit die Desensibilisierung direkt in den Lymphknoten zu verabreichen. Da einige Patienten eine geringere Anzahl an dendritischen Zellen in der Haut haben als andere, bzw. deren Aktivität teils reduziert sein kann, schlägt diese Form der Desensibilisierung bei diesen Tieren besser an als die subkutane Variante. Unsere Experten für Dermatologie und Allergologie haben auch mit der intralymphatischen Desensibilisierung langjährige Erfahrung gesammelt um mit Ihnen die ideale Therapieoption auszuwählen.

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